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Simulation -

Medizinische Simulation in der REA2000, am KSSG
1.1 Einleitung
Die Sicherheit ist ein wichtiges Thema für Patienten und die Gesundheitsberufe. Es ist bekannt, dass in der Medizin Behandlungsfehler passieren. Erst seit einigen Jahren kennt man die Vielzahl dieser Fehler und weiss, dass Fehler in allen Bereichen der Gesundheitsversorgung vorkommen. Für die Schweiz rechnet man mit x000 Behandlungsfehlern und yy daraus resultierenden Todesfällen.
Es gibt ebenfalls seit einigen Jahren Meldesysteme für potentielle gefährliche Handlungen/Abläufe in vielen Spitalern. Zertifizierte Institutionen müssen ein solches und funktionierendes "critical incidence reporting system" (CIRS) vorweisen können. Auf Grund solcher Meldesyteme wurden z.B. die Abläufe in der Vorbereitungsphase für eine Operation (Markieren der zu operierenden Körperstelle) oder Verpackungen für Medikamente (nicht verwechselbare Farben) usw. geändert.
Für Fehler im Zusammenhang mit Medikamente exitstieren weltweit am meisten CIRS-
Diese Fehler müssen den Mitarbeitern in Gesundheitsberufen am konkreten Fall bewusst gemacht werden und mit ihnen Strategien zur Vermeidung erarbeitet werden.
1.2 Simulation -
Um den konkreten Fall nicht am Patienten "üben" zu müssen, versucht man solche Situationen nachzustellen und zu trainieren. Werden einzelne (manuelle) Fertigkeiten geübt, spricht man von "technical skills", werden ganze Behandlungsabläufe mit einem enstprechenden Team "durchgespielt", spricht man von "non-
Simulation zielt auf die "non-
Mit der beschriebenen Ausrichtung sind weltweit Zentren, meistens an erwähnte Fachbereiche der Akutmedizin angegegliedert, für die sogenannte medizinische Simulation entstanden. Auch am Kantonsspital St.Gallen baut REA2000 den Bereich des Simulationstrainings auf.
2 Simulation -
Die konkrete Durchführung des Simulationstrainings bei REA2000 richtet sich nach dem weltweit verbreiteten Standard ".." (DASH). Dieser Standard macht Vorgaben über die Art der Information, das Lernklima, die Arbeitsumgebung, das Szenario, das Briefing (vor der Teamarbeit), die eigentliche Teamarbeit, das Debriefing (nach der Teamarbeit) und über den Verhaltenskodex während und nach der ganzen Veranstaltung.
Alle Instruktoren von REA2000 wurden am Tübinger Zentrum für Patientensicherheit und Simulation (TüPASS) in diesen Standart eingeführt. Die Mitarbeiter von TüPASS unter der Leitung von Marcus Rall haben eine mehr als 10-
Auf ihre Tätigkeit gut vorbereitete Instruktoren sind eine absolute Voraussetzung für erfolgreiches und effektives Simulationstraining. Denn die Teilnahme an dieser Form der Weiterbildung verlangt von den meisten Berufsleuten eine grosse Überwindung: Sie haben Angst Fehler zu machen, sie haben Angst dabei beobachtet zu werden, sie haben Angst vor der Besprechung im eigenen Team usw.
Die Instruktoren müssen in der Lage sein, den Teilnehmern im Verlaufe des Trainings diese Ängste zu nehmen und sie für eine Wiederholung zu begeistern. Denn wiederholtes Simulationstraining (2-
2.1 Simulation -
Das Lernklima muss nach dem eben gesagten in der Lage sein, Ängste abzubauen, Lernen zu fördern und "Lust auf mehr" zu erzeugen. Emotional spielen die Räume, der Pausenkaffe usw. eine wichtige Rolle. REA2000 bietet diesbezüglich optimale Voraussetzungen.
Intellektuell die wichtigste Botschaft für die Teilnehmer ist, dass Fehler im eigenen Tun alltäglich und damit normal sind. Dass es aber wichtig ist, über Fehler zu sprechen und aus Fehlern zu lernen. Viele Fehler entstehen aus bestimmten -
Entscheidend ist auch der Verhaltens-
2.2 Simulation -
Die Teilnehmer eines Simulationstrainings werden vor der konkreten Arbeit im Szenario in die Arbeitsumgebung eingeführt. Der fremde Schockraum, OP, IBS-
Eine andere sehr realistische Form der medizinischen Simulation, ist das Training am eigenen Arbeitsort. Auch für diese Form müssen Vorabklärungen gemacht werden. In diesem Zusammenhang empfiehlt sich wahrscheinlich, ein erstes Training in der REA2000 durchzuführen, um diese Methode zuerst kennenzulernen.
Zentrale Figur ist und bleibt natürlich der Patient, der im Simulationstraining durch eine Puppe ersetzt wird. Sie hat "echte" menschliche Eigenschaften. Dieser "Charakter" des SimMan G3 -
Die Teilnehmer können selbstverständlich, wie im richtigen Berufsalltag Hilfe anfordern. Im Behandlungsraum steht ihnen ein Telefon zur Kontaktaufnahme mit dem Instruktoren-
2.3 Simulation -
Das Szenario, d.h. der "zu lösende Fall", muss selbstverständlich dem Arbeitsbereich des aktuellen Teams entsprechen. Das Szenario muss ebenfalls in Absprache mit den Verantwortlichen des Teams konzipiert sein. Das Szenario muss realistisch sein, aber viele entscheidender ist seine Relevanz für die gewählte Lernsituation -
Realitätsgerecht soll auch die Zusammensetzung des Teams sein, z.B. soll die Anzahl und Fachrichtung der Ärzte, respektive die Anzahl und der Ausbildungsstand der Pflegekräfte im richtigen Verhältnis sein.
Alternativ können einzelne (Berufs-
Handlungen werden ebenfalls 1:1 durchgeführt, mit anderen Worten der "Patient SimMan" wird angesprochen, untersucht, die Sauerstoffsättigung wird gemessen und angezeigt, es wird Sauerstoff verabreicht, es werden Medikamente gespritzt, das 12-
2.4 Simulation -
Das Szenario, der "Fall", muss für die Teilnehmer eingeführt werden. Es muss für alle klar sein, wo sich das arbeitende Team befindet, wie der Patient zum Team oder das Team zum Patienten gekommen ist, wer den Patienten übergeben hat (Angehörige, Rettung usw.). In der Regel werden auch Informationen über den Patienten, d.h. über Alter, Geschlecht und mindestens über die unmittelbaren Gründe für seine aktuelle Behandlungsbedürftigkeit vermittelt.
Es ist nicht das Ziel, die Teilnehmer zu überraschen, sondern das trainierende Team in eine Situation zu führen, die das Team im Berufsalltag häufig oder weniger häufig antrifft. -
Am Anfang dieser Einführung ins Szenario, dem sogenannten Briefing, steht die Bildung des aktiven Teams und die Bezeichnung der "Zuschauer". Denn in Relation zum Aufwand (Vorbereitung, Technik, Instruktoren) ist es sinnvoll, mindestens zwei Szenarios durchführen zu können. Dabei ist die eine Hälfte der Teilnehmer das aktive Team, die andere Hälfte verfolgt die Arbeit des aktiven Teams in einem anderen Raum an der Videoübertragung. Im zweiten Szenario sind die Aufgaben umgekehrt verteilt.
2.5. Simulation -
Der Start für die effektive Arbeit mit dem "Patienten" benötigt aber noch einige technischen Vorarbeiten. Der SimMan G3 muss "leben", d.h. stöhnen, schwitzen, .. dem Szenario angepassten Puls, Blutdruck haben. Das alles und noch einiges mehr muss vorher eingestellt werden.
Die Video-
Dann ist "Start", d.h. ein Instruktor führt das aktive Team in den Arbeitsraum, idealerweise in Form einer kurzen Übergabesituation. Die Teamarbeit dauert 15min und wird von den Instruktoren genau beobachtet.
Es ist wichtig zu realisieren, dass aktives Team und Instruktoren-
2.6 Simulation -
Die Teamarbeit am "Patienten" wird durch das Instruktoren-
Die anschliessende Besprechung, das sogenannte Debriefing, wird durch zwei Instruktoren geleitet, wobei idealerweise die Instruktoren die gleiche berufliche Zusammensetzung (z.B. Arzt und Pflege) wie die Teilnehmer haben.
Die zu besprechenden fehlerfreien -
Das Debriefing ist keine Lehrstunde! Vertieftes Lernen entsteht nur bei den von den Teilnehmern erarbeiteten Handlungsänderungen.
3. Konzept
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